Hoffnung. Liebe. Alles.

Es gibt Momente im Leben, die wünscht man sich nicht herbei. Im Traum nicht denkt man daran dass es Momente gibt, die schlimmer sind als alles bisher vorgestellte. Und dann stehst du da. Hilflos. Machtlos. Allein. Mit deinen Gedanken und der Angst, die in dir wächst. Dich auffrisst und mürbe macht. Im Kopf und nicht nur da. Denn da ist er plötzlich. Der Moment. An den du eigentlich nie denken wolltest. Den du dennoch befürchtet hast. Weil du weißt, dass alles vergänglich ist. Du weißt, aus was für Gefahren und Qualen das Leben letztendlich besteht. Denn du hast es oft genug miterlebt. Plötzlich fühlt sich alles nichtig an. Wenn dir beinahe das mit Wichtigste im Leben genommen wird. Du bangst und hoffst, mit allem was dir lieb ist. Es liegt nichts mehr in deiner Macht. Kannst nur noch Vertrauen. Hoffen. Und Beten. Auf die Chirurgen, in deren Hände das Leben liegt. Sekunden, Minuten, ewige Stunden des Wartens vergehen. Nein,- sie verinnen- so lahmarschig, wie der verklumpte Sand einer morschen, hornalten Sanduhr. Die Zeit verinnt und bleibt gleichzeitig stehen. Beinahe auch dein Herz. Irgendwann bist du erlöst und glücklich. Denn nun kannst du hoffen. Du kannst wieder hoffen, das alles gut wird. Man existiert, ohne zu existieren. Man sieht zu wie gelebt wird, ohne zu leben. Du befindest dich in einer verschwommenen Wolke aus Unverständniss, Angst, Hoffen, Lieben, Glauben und Nichtglauben. Du hast keinen Schimmer was da gerade passiert. Und wieso zum Teufel. Wieso. Doch in dir noch immer ein Funke des Vertrauens. Weil alles wieder wird. Es wird doch alles wieder? Dann- endlich bist du des Wartens erlöst. Wieder einmal. Und du musst weinen und lachen. Alles zusammen und dann weinst du, weil du lachen musst. Du weinst, weil du stark sein musst. Für dich. Für die Anderen. Tränen laufen dir die Wange herunter, wenn du allein bist, denn für die Anderen, für alle Anderen musst du stark sein, aber was wenn auch du am Liebsten schreien möchtest!? Einfach mal schreien. Um all die Last und Angst, nicht nur die Deine, sondern die der Anderen, die auch noch, von dir zu geben. Rauszulassen, loszulassen, einfach zu entfernen. Für einen kurzen Moment. Aber du weißt ja, dass alles wieder wird. Auch wenn es nicht mehr wird, wie es mal war. Wenn nichts mehr wird wie es mal war, weil nun alles anders ist. Werden wird. Wie anders weiß man nicht. Man weiß nicht wie sehr anders es weiter gehen wird. Aber die Hauptsache ist: Es geht weiter. Oder? Ist es die Hauptsache, auch wenn es so weiter geht, wie niemand es sich vorstellen mag? Ist es dann wirklich die Hauptsache? Du darfst daran nicht denken und das wirst du auch nicht. Denn deine Hoffnung, dein Glaube und deine Liebe ist das Einzigste was bleibt. Auch wenn alles um dich herum in Trümmern liegt, -weine nicht-, verharre nicht. Sondern heb‘ die Trümmer auf und kleb‘ sie wieder zusammen. Flicke sie. Lass sie nicht fallen! Und dann: Lauf.

© Netti

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