Abgewiesen.

  

Manche Mitteilungen kommen unerwartet und plötzlich, einfach so aus dem Nichts heraus, mitten ins Herz treffend. Es gibt Mitteilungen der persönlichen Art, oder via Telefon, die unmöglichste jedoch über SMS, oder schlimmer noch WhatsApp. Da wird dir ein langer Text geschickt, schwarz auf weiß und es dauert, bis du realisierst. Du liest den Text einmal, du liest ihn zwei mal und selbst beim dritten Mal kannst du es einfach nicht begreifen. Die Worte und deren Bedeutung erreichen einfach nicht dein Verständnis, es leuchtet nicht ein, was da steht, wie kannst du es dann begreifen? Die Buchstaben verschwimmen vor deinen Augen, sie ziehen tanzende Kreise, durch das Tränenwasser welches sich in deinen Augen ansammelt. Du schaust wieder und wieder auf den Absender, immer aufs Neue hoffend dich zu irren. Doch du irrst nicht, die WhatsApp Mitteilung ist von ihm, den Fotografen. Als das Wissen, das Verständnis dieses Textes, langsam zu dir durchsickert bist du fassungslos. Du bist entsetzt über diese Dreistigkeit, die er dir gegenüber an den Tag legt. Dieser Mensch hat einmal in deinem Bett gelegen, er hat deine Hand gestreichelt, deinen Arm und deinen Rücken, deine Tränen hat er sanft aus deinem Gesicht gewischt. Doch plötzlich wischt er nicht deine Tränen weg, sondern die Person, welche es wagt zu weinen. Dich. Er fragt nach seiner beschissenen Kurt Krömer DVD, welche er dir freiwillig geborgt hat, von sich aus, fragt wann er sie denn wieder haben kann und erwähnt im selben Atemzug, dass du nie wieder was von ihm hören und auch sehen wirst. Er wird die Stadt verlassen, sämtliche Kontakte von hier abbrechen, wahrscheinlich bist du nur ein Kontakt unter 1000. Ein lästiges Bündel des Elends, welches er nun unbedingt loswerden muss. Du wirst nie wieder was von ihm hören. All das schreibt er dir, anstatt es zu sagen, während er seine beschissene DVD abholt. Es tue ihm Leid und es liege absolut nicht an dir, weswegen er sich nie mehr melden wird. Du bist so geschockt dass du nur schreiben kannst er solle sie sich halt abholen. Was folgt sind Zeitangaben, und ein sinnloser Austausch von Abläufen, damit er bekommt was er möchte. Seine DVD. Die ganze Nacht kannst du nicht schlafen, weil du weißt, morgen ist es soweit. Morgen war es das. Morgen wirst du ihn zum letzten Mal sehen. Morgen wirst du ihn töten. Am liebsten nicht nur gedanklich. Wut durchfährt deinen Körper, du bekommst kein Auge zu, quälst dich durch die endlos wirkende Nacht, kannst all die Gedanken, die durch dich hindurchströmen einfach nicht zum Stoppen bringen. Du hast Fragen über Fragen, doch auf keine Einzigste von ihnen eine Antwort. Du legst dir zurecht was du fragen möchtest, wenn du vor ihm stehst, du formulierst gedanklich all die Fragen, die dich verdammt nochmal seit der ersten Nachricht von ihm, den Fotografen, via Facebook, einfach nicht mehr losgelassen haben. Du schmeisst Worte und Gefühle, Gedanken und Ängste in deinem Kopf hin und her, um etwas zu formulieren, was ihm übermitteln kann wie sehr du ihn dafür umbringen könntest, was er mit dir abgezogen hat. Du sammelst deine Tränen, um ihn damit zu konfrontieren, mit dem Meer deines Schmerzes, du möchtest ihn ertrinken sehen, dich anbettelnd, am Boden liegend. Du aktivierst deine Kräfte, um zum Messer greifen zu können, damit das Band was zwischen ihm und dir existiert endgültig zerrissen werden kann. Du sammelst deine Kräfte zusammen, ohne zu wissen, wo diese plötzlich herkommen, um ihm mit Worten eins auf die Fresse zu hauen, und nicht nur mit Worten, sondern auch mit deiner Geraden, oder besser noch die Faust, denn du möchtest ihn bluten sehen und weinen, elendig am Boden liegend, alles was du noch empfinden möchtest ist Mitleid, doch selbst dies ist ein Gefühl und Gefühle hat er einfach nicht verdient. Du möchtest Gleichgültigkeit in dir haben gegenüber diesen Mannes, auf ihn hochschauend und (aus)lachend über seine so erbärmliche Erscheinung. Eine Nacht kann verdammt lang sein, während der Kopf nicht zur Ruhe kommt und man Möglichkeiten abwägt über die Momente wie sie ablaufen könnten. Eine Nacht kann verdammt lang sein, so müde man auch ist, kann man doch einfach nicht schlafen, wenn das Herz so laut schreit.

Am nächsten Morgen fühlst du dich wie ausgekotzt und dir ist schlecht, als bist du es, die dich selbst ausgekotzt hat, und deine Gedanken die sich schwammig um dich herum bewegen, noch immer. Du bekommst keinen Bissen herunter, dabei weißt du dass erst der Morgen eingebrochen ist, du weißt dass er erst Nachmittags an deiner schrägen Klingel läuten wird und dieser Nachmittag ist noch verdammt lang hin. Du schiebst dich in die Küche, nichtwissend wohin mit dir und deinen Armen, welche leblos an deinem Körper herab hängen. Du irrst durch deine Räume, und fühlst dich leblos, denn es ist, als ist er plötzlich gestorben, dieser Schmerz liegt bleischwer in dir vergraben, die Tränen versiegen nicht und du möchtest schreien und das machst du auch. Du greifst nach deiner Eskimojacke und geisterst durch den Flur nach unten in den Garten, denn dir ist nach Zigarette rauchen, um all die Anspannung aus dir hinaus zu pusten. Du weißt nicht wie spät es ist, wie lange du hier gesessen bist, du zählst nur die Zigaretten welche vor dir zu Füßen liegen und dir wird schlecht vor lauter Ekel vor dir selbst. Wieder schwebst du durchs Treppenhaus, deine Hülle und das was noch übrig ist von dir. In deiner Wohnung zurück fängst du an zu putzen wie doof. Das Bad ist schmutzig, deine Haare müssen weg, das ist peinlich wenn er das sieht, auch wenn du weißt dass er deine Wohnung von innen nicht sehen wird. Du tust so als sieht er gleich deine ganze Wohnung, also möchtest du auch dass er sich wohl fühlt. Das gestapelte Geschirr nimmt deine ganze Küchenzeile ein, verkrustete Teller mit Resten von Kuchen, Gläser indenen sich Schimmelsporen sammeln, die hast du gar nicht bemerkt, wahrscheinlich sind sie aus deinem Körper hinausgewichen um den Rest der Wohnung damit zu infizieren. Es riecht nicht so schön, also machst du hier weiter. Ekel vor dir selbst übermannt dich und du musst dir Handschuhe überwerfen. Das Abwaschbecken lässt du mit dampfend heißen Wasser volllaufen, eine grüne Fitspur lässt hohe Seifenberge aufsteigen, du könntest jetzt eine Schaumschlacht veranstalten oder ein Schaumbad, aber vielleicht wartest du damit auf den Fotografen. Stück für Stück wäschst du all die Fresskrusten auf, doch halt, du wäschst sie nicht auf sondern ab, das hat dich der Fotograf gelehrt, dass man nicht Auf,- sondern Abwäscht, aber das ist dir doch egal, denn dir nimmt auch keiner die Last ab, die du mit dir rumträgst, durch ihn, sondern du bekommst sie nur noch dreifach aufgeladen. Das findest du idiotisch denn deine Schultern sind so schon schwer wie Blei. Bald schon weißt du nicht mehr was du noch putzen sollst, denn du hast auch gesaugt und gewischt. Im Hintergrund dudelt die Musik, welche auch er so gern mochte, du hast ihm sogar die CD´s gebrannt und du überlegst, ob du sie ihm nachher einfach ins Gesicht schleudern solltest. Du befindest es als kindisch und schiebst den Gedanken vorerst bei Seite. Du schaust auf die Uhr, die Zeiger schreiten nur mühsam voran, noch immer hast du eine gute Stunde und du musst dich einfach irgendwie ablenken. Dein Blick schweift an deinem Körper herab, entsetzt stellst du fest, dass du ihm SO nicht gegenüber treten kannst, mit deinem verquollenen Gesicht und der Jogginghose, dein weißes Trägershirt und deine Hausschlappen. Du brauchst lange um etwas zu finden, was du tragen kannst, du möchtest ihm doch gefallen, ihn dazu bringen seine Meinung zu ändern, du möchtest dass er dich in einer guten Erinnerung behält, dass er sich ärgern wird eines Tages, wenn er an diesen Moment zurückdenkt. Und vor allem aber möchtest du nicht, dass dein weißes Shirt befleckt wird, von deinem weinenden Herzen und dem Blut was aus seiner Brust herausschießt, in deiner Hand der schwarze Griff deines gezackten Küchenmessers. Du schminkst deine Augen ein wenig, lila, das bringt das blau zur Geltung, es lässt sie strahlen und soll vertuschen dass du eine Nacht hinter dir hast, in der an Schlaf einfach nicht zu denken war.

Du schreckst hoch und schaust gehetzt auf die Uhr. Damn it. Er ist überpünktlich. Dein Herz klopft dir bis zum Hals, drohend und krachend. Panisch läufst du von einem Raum in den Anderen, du wolltest doch noch… schnell schnappst du dir einen Hauch Parfüm uns lässt es hinter dein Ohr rieseln. Es klingelt wieder. Du atmest tief ein, tief aus, du atmest ein und aus, und greifst noch im Ausatmen auf die Klinke um die Tür mit einem, so meinst du, gefassten Auftreten zu öffnen. Du blickst ihm in die Augen und er dir und er sagt >>Guten Tach!<< und wahrscheinlich meint er es auch so, was dich super wütend macht, denn dieser „Tach“ ist alles andere als gut. Dein Kopf ist wie leergefegt, plötzlich bist du dir nicht einmal mehr sicher, ob du überhaupt sprechen kannst, jemals konntest, deine Stimmbänder inaktiv, du möchtest den Mund öffnen und etwas sagen, doch der Schock ihn plötzlich so schnell wieder zu sehen, hat dir die Fresse verklebt. Er schaut gut aus, obwohl er lächerlich wirkt, wie er da steht, auf seine DVD hoffend und so tuend als sei einfach nie auch nur irgendwas zwischen euch gewesen. Auf dem Kopf hat er ein Basecap, was du noch nie an ihm gesehen hast, es schaut scheiße aus, offenbar möchte er etwas vor dir verbergen. Plötzlich geht er einen rießen Schritt auf dich zu, was nicht schwer ist bei seiner enormen Größe und doch bist du überrascht von seiner Schnellligkeit, dein Hirn ist plötzlich aktiv und es fragt sich was er möchte. Dich umarmen? In die Wohnung? Beides eine absolute Frechheit und du greifst ebenso schnell nach der Tür um sie zu schließen, sein Fuß steckt halb in der Tür und du drückst ihn weg, diesen EkelFuß und bringst nichts weiter raus als ein heiseres Krächzen, was verlautet: >>Warte!!!<< Die Tür halb angelehnt, halb geschlossen. Wie in Zeitlupe kramst du die beschissene DVD mit Krömer hervor und du hoffst nicht dem Kurt die Schuld zu geben. Wieder gehst du zur Haustür zurück. Der Fotograf steht chillig, lässig, beinahe machomäßig an der Hauswand gelehnt, als er dich sieht lässt er seine Hand jedoch sinken. Langsam schließt du die Tür, so langsam dass du schnell noch was sagen könntest, falls dir wieder einfiele wie man spricht. Vor ihm steht die Hülle deiner Selbst. Tränen sammeln sich in deinen Augen, doch die Blöße gibst du dir nicht vor ihm, dass du jetzt auch nur eine einzelne Träne vergießt. >>Es tut mmmir llleid ddass das Alles so..,-<< rasch schneidest du ihm die Worte ab, die Tür schlägt vor seiner Nase zu. Nichts kann mehr aus seinem Mund heraus bis zu dir vordringen, die Tür ist zu. Deine Handfläche legt sich auf die Glasfenster der Tür, dein Innerstes wünscht sich, dass er noch einmal klingeln möge,- doch Nichts. Du hörst leise Schritte welche sich von der Tür entfernen und die Treppen nach unten steigen. Enttäuscht (von ihm? von dir?) läufst du zu deinem Wohnzimmer Fenster um einen Blick nach draußen zu werfen, denn du willst nur wissen, ob er vielleicht fliegen kann, dein Innerstes wünscht sich, dass er zu dir geflogen kommt. Offenbar sitzt er schon in seiner Karre, denn du siehst eine leichte Handbewegung. Er sitzt da eine Weile, dein Innerstes hofft er würde mit Tränen in den Augen ein letztes Mal zu dir aufblicken, aber es blickt keiner zu dir auf, auch nicht die Menschen die auf den Gehwegen entlanglaufen, keiner merkt dass du herabblickst. Stattdessen hörst du nun den Motor anspringen und mit einem Zisch fährt er die Straße entlang, immer gerade aus, so lange, bis du ihn nicht mehr sehen kannst. Dann schließt du das Fenster, denn du musst schnell vor die Tür schauen, da hat er doch sicherlich einen Sorry Brief abgelegt, ein Zeichen, irgendwas. Mit einem Ruck reißt du die Tür auf und du siehst- Nichts. Barfuß tappst du nach unten ins Treppenhaus, immer zwei Stufen auf einmal nehmend. Der Briefkasten. Erwartungsvoll reißt du ihn auf und du siehst- Nichts. Völligst apathisch schleppst du dich die Treppen wieder hinauf und lässt die Tür ins Schloss knallen. Dein Körper sackt an der Wand nach unten und heiße Tränen des Schmerzes, des Hasses, des Verlustes, der Angst und der zerstörten Hoffnung strömen in salzigen Spuren über deine Wangen. Aus deinem Mund tönen Schreie der Verzweiflung. Schreie des AlleinSeins. Schreie des im Stich gelassen wurdens. Schreie welche abgelehnt werden.

Die Schreie stellen stumme Fragen des Warum´s, und Wieso, denn du hast einfach nichts gesagt. Wo ist denn plötzlich all die Kraft gewesen, welche du dir in der Nacht zusammengesammelt hast? Wo sind denn deine Tränen gewesen, all jene, die du in der Nacht geweint, die Tränen, die ihn hätten ertrinken lassen!? Wo ist der Mut gewesen, der dich ihm hätte all die Fragen stellen lassen, die dich einfach nicht mehr loslassen. >>WARUM?<< Stattdessen dieses Schweigen, in dir und deinem Kopf. Es ist vorbei. Du wirst ihn nie wieder sehen. Du musst aufhören dir zu wünschen er möge noch irgendetwas schreiben, denn er wird es nicht, weil er ein Ich Mensch ist, auch wenn du die Seite in ihm erfahren hast, die genau das nicht ist, sondern liebevoll und herzlich. Doch genau das ist es, was du einfach nicht begreifen kannst, das ist es, was dich so sehr zum Grübeln bringt, was du einfach nicht verstehen kannst. Warum hast du mir dein wahres Ich gezeigt, dein Herz, deine Seele? Warum verdammt hast du mich nicht in dem Glauben gelassen du seist das widerwärdigste Geschöpf, was es gibt auf Erden!? WARUM zur Hölle!??

Der liebe Belkor meint es nur gut, denn es sind seine Worte:

>>Wir Gefühlsmenschen werden nie Antworten bekommen, die sich wie ein brennender Dolch in unser Herz bohrt, das ist leider der bittere Preis, den wir in der heutigen Gesellschaft zahlen müssen. Es gibt leider kaum noch Menschen, die „nach der alten Schule“ agieren, sich so verhalten, wie es angemessen wäre, im Gegenteil. Die meisten Männer denken nur schwanzgesteuert, schauen auf Arsch, Titten. Und die meisten Frauen schauen aufs Geld und die Muskeln. Doch wir Gefühlsmenschen, die wir auf innere Werte setzen, wir werden verarscht und verletzt, ohne dass wir es beeinflussen könnten. Immer und immer wieder.<<

Danke Belkor, für deinen moralischen Beistand. Wir Gefühlsmenschen müssen einfach zusammen halten.

©Netti  

 

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21 Gedanken zu “Abgewiesen.

  1. immer wieder gerne,und nie vergessen orangene gummibärchen sind ok – aber die roten muss man wegschmeißen!.. . ..

    an jedem tag,zu jeder zeit ein offenes ohr für dich. wennst ganz lieb bist sogar beide ohren.

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  2. Gefühlsmensch

    Gefühlsmenschen…es gibt solche und solche…auf jeden fall sollte man sich manchmal fragen ob man selbst nicht mal auf der seite stand auf der man jetzt den fotografien sieht…und wenn man zu der antwort gekommen ist, dass dem so ist, dann weißt du jetzt zumindest wie sich das anfühlt, wenn man so behandelt wird…leider musstest du es auf diese weise erfahren…ich hät es dir nicht gewünscht dass du es mal so durchmachst…

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  3. Ach netti, was soll ich sagen… Es tut mir sehr leid das Du soviel Schmerz und Leid erfahren musst. Das Dich die Enttäuschung so überrennt… Das sind schwere zeiten. Ich hoffe und wünsche es mir, dass Du die Kraft hast das alles irgendwie durchzustehen. Das wird hart. Schreib es Dir von der Seele. Egal ob hier oder sonst wo. Du hast meine Kontaktdaten… Ich glaube mehr kann ich aktiv nicht tun. Bleib stark!!!!

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  4. die antwort auf das warum hat er dir selbst gegeben, sie steckt in: Er wird die Stadt verlassen, sämtliche Kontakte von hier abbrechen. er ist kaputt liebe netti. warum und wieso weiß ich nicht. aber es scheint, als könnte ihn niemand reparieren. und ganz ehrlich: es sollte auch niemand einen anderen reparieren müssen.

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    1. Aber nicht das warum hat er mich da mit reingezogen wo er doch wusste wie es um ihn steht, dass warum kann er keine Freundschaft halten, Freundschaften sind das wichtigste auf der Welt. Das warum hat er mich nicht einfach in Ruhe gelassen und das größte Warum: Warum hat er mir sein wahres Ich gezeigt? Er ist krank? Ja, offenbar. Aber wer krank ist sollte Hilfe annehmen und Hilfe suchen. Und er läuft nur davon. Vor sich vor allem. Und ich fühl mich schuldig nicht mehr für ihn getan zu haben, wo doch so offensichtlich ist, dass es ihm so gar nicht gut geht.

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      1. zum einen: du bist nicht schuld. du hast versucht was du konntest, mit all deinem herzblut. niemand kann einen anderen retten, wenn der es nicht zulässt.
        ich erkenne im fotografen glaube ich viele parallelen zu meinem exfreund wieder, ich könnte dir stundenlang etwas darüber erzählen, wie menschen agieren, die hin- und hergerissen sind zwischen gerettet werden wollen und sich nicht retten lassen können. fakt ist: du hast alles versucht. er hat sich dafür entschieden, in seinem sumpf weiterzuleben. bei diesen menschen leiden immer die, auf die sie treffen. sie zeigen so viel, dass man sie verstehen kann. dass man weiß, dass man ihnen helfen könnte, wenn sie es zuließen. aber sie lassen es nicht zu. je älter sie werden, umso weniger. es ist seine entscheidung und du kannst sie nicht beeinflussen. vielleicht drängst du ihn sogar noch mehr dazu, weil er angst hat vor dem, was wirklich ist. seine eigenen beschränkungen, sein gewohntes unglücklichsein kommt ihm vertraut vor, er kennt es und er hat angst, diese vermeintliche komfortzone zu verlassen. du kannst ihn nur gehen lassen, das einzige was passiert ist, dass er dich auch noch kaputt macht. das können diese menschen leider sehr gut.

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  5. Es ist einfach ein Scheiss Gefuehl, wenn man so eiskalt abserviert wird. Ist mir vor einem halben Jahr auch passiert. 6 Monate lang nur Versprechungen und Liebesschwuere und ploetzlich fallen gelassen wie eine heisse Kartoffel. Nur um jetzt festzustellen, dass er mit einer anderen verlobt ist. Alles Luegen. Aber eines kann ich dir versichern, es wird jemand kommen, der all seine Worte ehrlich mit dir meint. Das Schicksal steuert sich einfach von alleine.

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      1. Ja der Richtige kommt noch, ist vielleicht nur noch nicht jetzt der richtige Zeitpunkt. Wenn man mit sich selbst im Reinen ist und man nicht auf etwas wartet, faellt es einen meist dann erst in den Schoss. Gib die Hoffnung nicht auf und kuemmere erstmal nur um dich selbst, der rest kommt von alleine.

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  6. Wictoria

    Hallo Netti!

    Leider, leider, leider bin ich vor kurzem selbst in eine SocialMedia-Falle getappt.
    Ich habe jemanden verletzt, weil ich selbst von ihm verletzt wurde. Aber anstatt das Gespräch zu suchen, schrieb ich und verschwand… es hat über einen Monat gedauert, bis ich einsichtig wurde. Ein Gespräch von Auge zu Auge fand leider nicht mehr statt, obwohl ich darum bat. Es tut weh. Es tut weh im Schlechten zu gehen, auch wenn ich weiß, dass er auch nicht ohne war. Aber ich möchte verzeihen. Ihm. Mir.

    Ich bin auch ein Gefühlsmensch und mein Verhalten schiebe ich auf meinen inneren Schutzmechanismus. Zu oft wurde ich enttäuscht von oberflächlichen Menschen. Meine Feinfühligkeit sorgt dafür, dass ich ziemlich schnell das Weite suche. Wie auch in diesem Fall.

    Wir lernen. Ich lerne daraus. Du lernst daraus. Er wird, hoffentlich, auch etwas daraus lernen. Sicherlich, er hat dich verletzt. Verzeihe ihm, auch wenn es schwer fällt. Nur so kommt es zum inneren Frieden.

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    1. Danke für Deinen so lieben und ehrlichen Kommentar. Es tut mir Leid zu lesen dass auch deine Erfahrung nicht viel positiver war. Ja wir machen Fehler um zu lernen. Das zumindest hoffe ich für ihn, denn im Grunde seines Wesens ist er ein herzensguter Mensch. Alles, alles Liebe dir! Vielleicht liest man sich ja mal wieder. 🙂

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