BlogAbschied? Nein. Aber Pause, auf unbestimmte Zeit.

Der Kopf schmerzt und ich bin müde all der Gedanken die mich umgeben. So vieles, ungreifbar, schwer und matschig, was mich nicht loslässt, denn es krallt sich fest, wie ein ekelhafter Tumor. Vergleichbar mit einem Tornado welcher in rasanter Geschwindigkeit auf mich zubraust. Haltsuchend klammer ich mich fest an etwas, was mir Sicherheit vorgaukelt, Erlösung, Hoffnung. Doch der Tornado kommt immer näher, und ich weiß er wird alles mit sich ziehen. Auch mich. Ich möchte gern Urlaub machen. Vor mir Selbst und meinen Gedanken. Vielleicht gelingt es mir indem ich aufhöre mich irgendwem mitzuteilen. Durch Fotos oder Geschriebenes. Wieviel von dem bin denn auch ich? Ist nicht alles nur Farce? Virtuelles Leben schränkt die Lebendigkeit ein. Mich. Gerade. Im Moment. Ich habe mich dem angenommen, um den erschreckenden Wahrheiten des Lebens zu entfliehen, es gibt hier kein Schmerz und kein Leid, teils hier, doch aber zumindest auf Instagram. Ich verliere mich in den Leben der Anderen, die so viel glänzender sind als das Meine. Fotos werden gezeigt aus Allerwelt. Staunend beobachtend was all die Menschen zu sein scheinen. Fotos werden geladen nicht wissend was das Ganze eigentlich soll. Bin das ich? Ist das mein Leben? Was ist denn mein Leben? Es lebt sich schnell, viel zu rasant, diese Schnelllebigkeit zieht in jeglicher Hinsicht an mir vorüber, nicht wissend wie sie aussieht die Möglichkeit, welche die Schnelligkeit zu etwas mehr Langsamkeit machen kann. 

Ich habe einst geschworen, hier im Blog, das Thema des Egoismusses wieder aufzugreifen.. Man ist umgeben von soviel Ich. Es erschreckt mich und stößt mich ab, gleichzeitig aber ist es wenn auch nur ein klitzekleiner, Moment des Abstandes. Vor mir Selbst und den stechenden Gedanken. Ich muss nichts sagen, einfach nur zuhören, das kann ich gut, mich mit dem Leben der Anderen beschäftigen, nur nicht mit dem Meinen. Ich muss keine Fragen beantworten auf die es keine Antworten zu geben scheint, denn mein Kopf der gibt davon keine her. 

Probleme interessieren keinen. Weinende Menschen? Die haben die Pest. Also verpisst euch.

>>Wie geht es deinem Papa!?<< 

>>Papa ist nicht mehr!<< 

Langanhaltende Stille.

>>Okay!? Gut, Themawechsel!<<

Was wohl passiert wäre hätte ich plötzlich angefangen mit heulen?

Im beinahe gleichen Atemzug erfahre ich von ihrer Schwangerschaft.

Also ist es Zeit. Zeit ein kleines bisschen Urlaub zu nehmen. Urlaub vor mir Selbst. Und meinen Gedanken. Besonders das. Ob das tatsächlich möglich ist, ist fraglich, doch ein Versuch wird mich nicht gleich umbringen. Wie lange das andauern wird steht in den Sternen, doch auch die Sterne leben schnell, und im Nu bin ich zurück, aus meinem Urlaub, vor mir Selbst.

©Netti

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15 Gedanken zu “BlogAbschied? Nein. Aber Pause, auf unbestimmte Zeit.

  1. ich hab mich schon gewundert. ich hoffe, der urlaub tut dir gut und ich hoffe auch, dass du zurückkommst. alles liebe einstweilen. das internet wird da sein, wenn du wieder kommen magst.

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  2. Och schade, habe ich deine Texte doch immer als Bereicherung aufgenommen, aber das ist nicht wichtig, wichtig ist deine Seite und jeder braucht mal ’ne Pause von sich selbst und seinen Gedanken. Wie Paleica schon sagt, wir sind da wenn du zurück bist :-*

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  3. Komm bald wieder *winke* und nimm dir alle Zeit die du brauchst.
    Ich bin in Gedanken einfach bei dir, das bringt dir wahrscheinlich nichts, aber ich kann gut nachvollziehen was du über den Text an Gefühlen vermittelst.

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