Schaufelnd ins Verderbnis.

Manchmal ist man umgeben von zu viel Angst. Zu viel Gedanken. Dann handelt man gar nicht. Null. Weil man denkt man könnte falsch agieren, und im Gegenüber etwas auslösen, was Distanz entstehen lässt. Eigentlich das, was man vermeiden möchte. Doch die Distanz stellt sich im Gegenüber dann erst Recht ein, weil der Gegenüber nichts weiß davon. Von den Ängsten und Gedanken. Man schaufelt sich sein eigenes Grab, das Loch was gähnend zu einem aufblickt. Manchmal kann man Taten rückgängig machen, mit Worten, vielleicht nicht rückgängig machen aber zumindest kann man sie entschuldigen. Aber Taten welche nie ausgeführt wurden, lassen sich nicht rückgängig machen, auch nicht entschuldigen. Man hatte eine Chance welche man nicht ergriffen hat, die Angst die an einem rumfrisst. Manchmal fühlt man so viel, dass es schwer zu fassen ist und zu begreifen, man sendet Signale, die das Gegenteil ausdrücken, umgeben von der Angst die heranwächst. Da war zu viel Enttäuschung, zurückliegend, und doch noch im Hirn verankert. Man versucht sich zu schützen. Und so jagt ein Missverständnis dem nächsten. Worte bleiben unausgesprochen. Taten werden falsch gedeutet. Empfindungen und Emotionen nicht herangelassen. Man sendet etwas aus, was man nicht aussenden wollte. Man empfängt etwas was man gar nicht verdient hat. Schon zu Beginn geht man mit Vorurteilen an eine Situation heran. Die Gedanken bestimmen das Denken des Gegenübers. Es ist egal was man empfindet, weil es ja gar nicht ankommt. Es kommt nicht an, was man so sehr empfindet. Wie verquert können Signale denn sein? Man denkt, man fühlt, man handelt, und doch wird es falsch interpretiert, falsch gedeutet. Man fragt sich wie das sein kann dass man fühlt ohne es zeigen zu können. Warum kommt das Gefühl was man fühlt nicht an beim Gegenüber, wenn man es doch bei sich selber so echt und intensiv wahrnimmt!? Das Empfinden, was das Herz schlagen lässt. Was ist verkehrt an dem was man aussendet? Sowas ist doch nicht einseitig. Diese greifbaren Momente. Das Verständis über das Geschehen, über die Entwicklung ist nicht vorhanden. Wie kann etwas nur solch eine Gestalt annehmen!? Eine solche Wendung, wo doch alles auf Beginn stand, alles auf Hoffnung. Kann man noch Hoffen, wenn die Chance bereits verpasst? Kann man etwas wiederholen, was schon zu scheitern drohte, allein von hirnrissigen Ängsten welche herabstürzten!? Ist dieses erneute Wagnis realisierbar, oder wurde schon alles was je vorhanden bereits zerstört, durch unsinnige Fehlinterpretation, Fehleinschätzung und Fehlsignale, welche gesandt wurden!? Man fragt sich wie das geht, das Zeichen setzen, und Empfangen. Das Fühlen und Fühlen senden. Kann man es verlernen, das Gefühl!? Kann man verlernen Gefühl zu übermitteln? Wie geht das, dass man das was man fühlt nicht auch so rüberbringen kann, wo man es doch fühlt! So sehr! So intensiv! Warum kann man dann nicht genauso handeln, sich genauso einlassen!? Ist es das Herz was einst zerbrochen, in 1000 Splittern zu Boden lag!? Funktioniert es nicht mehr vollständig, so dass es zwar fühlen aber nicht senden kann!? Dann ist es besser das Herz zu tauschen! Wer möchte schon mit soetwas leben? Die Erde bebt und es bröckelt. Klumpige große Erdballen rutschen hinein in das Grab was man sich selbst geschaufelt, der Körper nun vergraben unter all der Matschepampe. Das Herz schlägt weiter. Wie lange noch, wo es doch nicht erhört werden kann?

©Netti

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4 Gedanken zu “Schaufelnd ins Verderbnis.

  1. Genauso ging es mir in einer sehr schwerer Zeit, von Nov 2011 ab bis April 2012. In genau so etwas bin ich darin gesteckt, als es mit Ex-Mister ausging. Zwei unterschiedliche Menschen, Du und ich, und doch hast Du es für mich so treffend formuliert.

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    1. Ja. Es ist verrückt wie verschieden Menschen sind und sich doch in seinen Verhaltens,-und Gedankenmustern gleichen können. Menschen, welche jeder auf seine Art anders ist, anders Ausschaut andere Eigenschaften, Stärken und Schwächen besitzt. Und doch hat jeder seine eigenen Ängste, jeder hat seine eigene Vergangenheit, die er mit sich herumträgt. Irgendwie verrückt. Ich hoffe es steckt etwas gutes drin in der treffenden Formulierung des Textes. Fühltest du dich schlecht beim Lesen? Traurig? Zurück erinnert? Ich mag es zu erfahren was die Texte in den Anderen bewirken, es ist interessant für mich zu sehen!? Kommt an, was vermittelt werden soll!? Berührt das!? Oder geht das an einem vorüber!? Ich danke dir für deinen Kommentar und dafür dass du meine Texte mit so viel Einsatz verfolgst. Du Gute!!😊💐

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  2. Oh Netti… Da steckt so viel Wahrheit drin, da steckt soviel Gefühl drin. Du kannst Dir sicher denken wir ich mich beim lesen des Beitrags gefühlt hab… Du triffst, immer wieder, genau ins schwarze. Stärken, Schwächen, Ängste, Zweifel… So viel von diesen Worten waren in den letzten Wochen präsent. Immer wieder. Und obwohl man diese eigentlich kennt und dann auch einschätzen sollte, gibt es Momente in denen wir scheitern. Wir alle. Aber wir dürfen scheitern und wieder aufstehen. Und dann kann auch alles wieder besser werden….

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