Wenn der Ausdruck hinter den Zeilen verloren geht..

Das Schreiben mag ich nicht, wenn es nicht sagt was es meinen soll. Ich mag die schriftlichen Worte nicht, wenn sie nicht das erzählen was sie ausdrücken sollen, weil sie falsch gelesen und gedeutet werden. Ich mag das Schreiben nicht, was nur drum herum entsteht, Fragezeichen werden ausgelöst, unverständlich die geschriebenen Zeilen. Ich mag die Worte nicht in Schrift, die zwischen den Zeilen stehen, sind es doch zu viele die zu viel versprechen und zu viele Worte die zu vieles tot schreiben. Geschriebene Zeilen mag ich nicht, wenn man nur schreibt ohne es auch so zu meinen, dann wird die Ehrlichkeit hinter den Worten mit Füßen getreten. Erkennt man Lügen wenn sie geschrieben sind? Ich mag das Schreiben nicht wenn es zur Gewohnheit wird, halbherzig wird etwas geschrieben, die Hauptsache  ein Text. Ich mag keinen Text der Dinge verspricht die nicht eingehalten werden. Geschriebene Worte der Umschmeichelung unbrauchbar und fehlplatziert, was kann ich mir kaufen davon wenn ein schönes Wort nicht ankommt, weil der passende Ausdruck dazu fehlt, denn schöne Worte kommen nur an wenn sie von Herzen entstehen. Das Schreiben ist zwecklos wenn es überlesen wird und nicht geachtet, was bringt es dann zu schreiben? Manchmal kommt mir die Liebe zum Schreiben im Allgemeinen abhanden, ein Text nur für mich oder Andere, Zeilen, Nachrichten, Mails oder SMS altertümlich oder via WhatsApp, denn woher weiß man, dass das was man verfasst auch das ist was beim Gegenüber ankommen soll!? Woher weiß man dass man sich nicht um Kopf und Kragen schreibt!? Beherrscht man das Schreiben noch immer, auch wenn Stille darauf folgt!?

©Netti

Advertisements

12 Gedanken zu “Wenn der Ausdruck hinter den Zeilen verloren geht..

  1. … manchmal sind in der Stille Gedanken. Ich lese Deine Texte gerne und ich hab mich auch über Deinen Kommentar heute gefreut aber manchmal fürchte ich auch die Leere von Worten, weil ein „Danke für dein Kommentar und Deine Gedanken dazu“ , so seriell und unpersönlich klingt … Also manchmal ist die Stille nicht so leise wie sie sich anfühlt … Herzlich schreibich

    Gefällt 1 Person

    1. Das freut mich wirklich sehr, dass du meine Beiträge gern liest. Vielen Dank dafür.😊 Dein letzter Satz regt mich sehr zum Nachdenken an. Das hast du wunderschön formuliert. 😍 Auch dafür einen herzlichen Dank. 😊

      Gefällt 1 Person

  2. Bei mir ist es die Angst, dass das Besondere an dem Schreiben für mich abhanden kommen könnte, weil es zur Gewohnheit wird. Daher schreibe ich auch nur, wenn ich weiß worüber, wenn ich schreiben will und nicht, wenn ich das Gefühl habe es zu müssen, denn dann fehlt die Ehrlichkeit, das Gefühl dahinter und die Zeilen sind bedeutungslos. Und genau das merkt man dann auch beim Lesen. Es fesselt einen nicht, wirkt gezwungen und gefühlslos…

    Gefällt 1 Person

      1. Was für ein Kompliment, DANKE! Aber es gibt auch durchaus Tage, an denen ich weiß, dass ich nichts Gutes schreiben kann, einfach weil etwas fehlt. Wenn ich mich dann zwingen würde irgendwas zu schreiben, einfach nur um etwas zu haben, würde da der größte Mist bei herauskommen. 😀

        Gefällt 1 Person

  3. Ein spannendes Thema. Wirklich. Da hast Du den Nerv der Zeit voll getroffen. In der heutigen Zeit bedeuten geschriebene Worts so gut wie gar nichts mehr. Das ist traurig, ist aber so. Es geht heutzutage viel einfacher seine Gefühle auszudrücken. Manchmal reicht ein Wisch nach links oder rechts, fertig ist das kennenlernen… Nicht schön….

    Gefällt 1 Person

  4. Ist doch eher die Frage ob es wahr(haftig) ist „nur“ weil es geschrieben steht ? Ob es wahr ist weil man darüber spricht oder ist es doch besser es nicht zu sagen, es nicht zu schreiben ? Das wird mit Sicherheit ein generelles Problem unserer Zeit und ist es schon. Selbst ich (muss) auf der Arbeit schon abstriche machen *Grrrr Dennoch, ich sehe deine Gedanken sehr ähnlich. Das Wort mit Herz!

    Gefällt 1 Person

    1. Danke für deinen sehr lieben Kommentar. Recht hast du! So sehr… Ich glaube manchmal ist es vielleicht besser nichts zu sagen, nichts zu schreiben, wenn es doch eh nicht der Wahrheit entspricht. Denn geht man dann auf geschriebenes ein, wo man schon an der Echtheit hinter den Worten zweifelt, belügt man sich selbst. Und dann schreibt man Dinge tot und sich selbst um Kopf und Kragen. Oder? Herzlichst, Netti.

      Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s