Auf engstem Raum.

Der Auslöser ertönt. Ein Klicken. Und dann Stille. Der Moment ist greifbar. Spürbar. Laut. Nur der Mann hinter der Kamera. Und du, davor. Du posierst. Ohne es zu können. Dein Mund formt ein Mund was ein Lächeln erahnen ließe, wenn es eins wäre, doch du schaust nur, deine Augen blicken in die Augen hinter der Kamera. Die Kamera senkt sich und dich blickt ein Augenpaar an, welches ausdrucksstärker nicht sein könnte. Du vergisst das Posieren, vergisst was deine Rolle ist, hörst nur das Herz, spürst es schlagen. Schnell. Laut. Der Raum ist eng. Klein. Zwei Menschen, die nur knapp darin Platz finden. So eng, dass man sich zwangsläufig berühren muss. Du spürst ein Tosen, Wellen brechen herein. Hitze wie Kälte. Du spürst dass auch der Mensch hinter der Kamera ein Flattern verspürt. Er blickt auf die Zeit 21:00. „Job erledigt.“ Er nimmt seine Kamera und geht, lässt dich zurück.

©Netti

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11 Gedanken zu “Auf engstem Raum.

    1. Danke liebe Nina. 😊 Das freut mich total wenn es bildlich und auch inhaltlich so authentisch rüber kommt. Und ich glaub den Umgang mit den Worten und die Liebe dahinter hab ich von Oma. Sie hat immer wundervolle Geschichten geschrieben. 🙂

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