Wenn die Worte schwinden.

Gerade musste ich feststellen dass ich 3 Stunden Text Arbeit einer Kurzgeschichte in den Sand gesetzt habe. Am Ende waren 4 1/2 Seiten auf Papier keine Kurzgeschichte, sondern eine Erzählung, die zwar mitten in der Handlung beginnt, aber auch irgendwie wieder nicht, eine Erzählung die in der Zeit umherspringt, den Namen der Protagonistin bekannt gibt und… zwar ein offenes Ende hat, aber so offen nun auch nicht ist, weil zwei Möglichkeiten des „Endes“ zuvor von der Protagonistin schon geäußert wurden. Also mehr -wie eine Kurzgeschichte nicht sein sollte- geht nicht. Bin gerade sehr frustriert. Und enttäuscht und muss feststellen dass ich entweder absolut nicht mehr schreiben kann, wenn ich es denn jemals konnte, oder aber dass ich eine Erkenntnis hinzugewonnen habe: nämlich die: auf Regeln zu scheißen. Wenn schon nicht im allgemeinen Leben, dann zumindest beim Schreiben. Möchte mich gerade im Bett verkriechen und weinen. Mach ich auch gleich. Zumindest das mit dem Bett. Es langweilt mich. Das ewige schlafen und arbeiten und dazwischen etwas tun was sich als unproduktiv und sinnlos herausstellt. Schreiben war mal meine Leidenschaft. Mein Halt. Was ist passiert?

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15 Gedanken zu “Wenn die Worte schwinden.

    1. Ja. Überlastung trifft es wohl. Doch aber steht der Dank im falschen Kontext. Oder es spricht die Ironie des Schicksals. Ich mag nicht mehr überlastet und überfordert und gestresst sein. Sondern in Freiheit meine Kreativität leben und lieben. Ob sie sich nur irgendwo versteckt hält? Oder war es ein nur ein Trugbild, nur ein Traum vom kreativen Empfinden, was wohl aber keines war? Ab wann ist ein Mensch kreativ? Und ab wann darf er es wie ausleben?

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      1. Ist die Frage nicht eher, ab wann er es ausleben muss? Und das gilt ja nicht nur für Menschen. Ich denke, auch Tiere haben ab und an ihre kreativen Ausbrüche und wollen sich darüber dann mitteilen.

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  1. ich kenne das auch gut. bei mir hat sich dieser halt zuerst vom schreiben zur fotografie hin entwickelt und derzeit ist in diesem bereich bei mir auch grade flaute. ich fürchte, das bleibt phasenweise nicht aus bei diesen kreativen leidenschaften. die worte werden dich wiederfinden oder es kommt eine andere form der ausdrucksweise zu dir. lass es auf dich zukommen. und regeln sollte es hierbei sowieso keine geben!

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    1. So liebe Worte! Ich danke dir von Herzen! Es hilft ungemein in schweren Zeiten Zeilen aus dem Kopf niederzuschreiben und was noch mehr hilft ist wenn man so wertvolle Worte zurück erhält von zwei Fremden die sich eigentlich so fremd nicht sind. Ich hoffe deine Flaute ist inzwischen abgeklungen. Deine Fotos sind wundervoll.❤️

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    2. Ich hab zu lang nicht auf deinem Blog vorbeigeschaut. Hab schon immer ein ganz arg schlechtes Gewissen. Hab ich deine Beiträge doch immerzu verschlungen, gefressen beinahe. Du findest einfach immer die richtigen Worte, mitten ins Herz. Ich bin bald wieder öfters. Drück dich, Netti

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  2. Wenn das Schreiben dich freimachen soll, verabschiede dich von selbst auferlegten Zwängen und lass es einfach fließen.
    Oder, wenn du unzufrieden mit dem Text bist: Lass ihn liegen und fang was neues an und überarbeite ihn, wenn du mehr Abstand hast. Mach dir Notizen, was schief gelaufen ist, wie es besser sein müsste, wechsel den Blickwinkel. Lass dich nicht von dem Text beherrschen, nimm ihn, wirf ihn gegen die Wand und setz die Puzzlestücke neu zusammen.
    Du bist großartig, Netti!

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    1. Oh mei. Ich bin so unglaublich gerührt von deinen hilfreichen Tipps und dem so herzlichen Zuspruch großartig zu sein. Worte, die ich so gar nicht kenne. Besonders von mir zu mir. Ich werde deine Tipps beherzigen. Danke!!!! ❤️

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  3. Na klar, diese Gedanken kennt doch jeder Schreiber. Gib deinen Gedanken Zeit und irgendwann werden sie wieder fließen. Bei mir ist auch seit längerem Flaute, aber ich versuche nun, jeden noch so poetischen Gedanken in Worte und Zeilen zu pressen, irgendwann wird es wieder fließen. Fließen ist kein Zwang und ohne Regeln, ganz nach dem Motto der dichterischen Freiheit. ❤

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