>>Was sich richtig anfühlt, das ist es oft auch – egal was unser Verstand dazu sagt.<< 25/365

Diesen Spruch lese ich gerade, über die Bedeutung von Verstorbenen Verwandten in unseren Träumen. Heute träumte ich einen seltsamen Traum. Wachte immer wieder durchgeschwitzt auf, und träumte dann immer weiter. Ein Alptraum direkt war es nicht, aber ich spürte die Gefahr, in der sich meine Mutter befand- und ich musste ihr helfen. Ich rief Opa an, im Traum, der bitte dringend nach ihr sehen sollte, doch er ist inzwischen so verwirrt und vergesslich, dass er nicht so richtig verstand. Derweil drehte ich halb durch vor Sorge, Mutti selber erreichte ich nicht. Die Verbindung zu Opa kappte und ich wusste irgendwas schlimmes passierte hier gerade.

Ich raste zu meinem Elternhaus und spürte sofort nach dem Ankommen die Bedrohung. Ging diese von Opa aus? Das wollte ich nicht glauben. Die Haustür stand offen. Nun spürte ich mit jeder Faser des Körpers große Gefahr. Ich raste in die Küche, von wo ich einen dumpfen Schrei hörte. Mit Schwung riss ich die Tür auf und sagte: „Scheiße! Ich wusste es!“ Mit zittrigen Händen befreite ich meine gefesselt und geknebelte Mutter und zerrte sie hoch und nach unten und weg. Bloß weg von hier. „Wir gehen zu Inge.“, sagte Mutti nur. „Ins Altersheim.“ Wir kamen am Haus von Opa vorbei schräg gegenüber und direkt daneben des Hauses von Uromi und Uropi, beide längst verstorben. Das Haus mittlerweile verkauft und in neuem Besitz. Aus dem Augenwinkel sah ich eine Bewegung hinter dem Fenster ganz oben. Im Obergeschoss lebten wir früher mal, unten im Erdgeschoss die Omi und der Opi. Ich habe sie geliebt, wie auch die Oma von gegenüber. Hinter dem Fenster des Obergeschosses sah ich ganz deutlich die Oma stehen im Nachthemd, sie lächelte und winkte. Das tat sie immer. Am Fenster stehen und lächeln und winken, wenn ich vorbei lief oder fuhr. „Dein gelber Flitzer.“ , sagte sie immer und lachte. Plötzlich wurde ich mit einem tiefen Gefühl von Frieden durchströmt. Ich fühlte mich plötzlich sicher. Und sagte: „Mutti, schau! Die Oma ist da! Wir sind jetzt in Sicherheit.“ Sie stand im Flur des Obergeschosses, am Fenster neben der Tür die ins Elternschlafzimmer führte. Am Ende des Flures kam dann unser Kinderzimmer. Und leicht schräg gegenüber die Treppe nach unten. Gerade als ich mich darüber wunderte, warum die Oma drüben in Omis Haus steht löste sie sich auf, und es erschien die Omi und lächelte und winkte. Sie sah noch ganz jung aus, so jung wie ich sie kennenlernte als ich noch ganz klein war. Sie sah so gut aus, so frisch und so glücklich. Die Oma stand nun wieder direkt neben ihr. Beide lächelten und winkten. Jetzt gerade laufen mir die Tränen über die Wange, während ich dies schreibe.

Als ich aus diesem Traum erwachte hatte ich das Gefühl eine Botschaft erhalten zu haben, nur hatte ich absolut keine Ahnung welche. Nach dem Aufwachen fühlte ich mich beobachtet und noch immer beschützt und sicher. Ein tiefer Frieden überkam mich.

Manchmal vergesse ich meine Familie, nicht weil ich nicht an sie denke, ich denke täglich an sie, sondern ich vergesse die Zeit. Ich vergesse mir Zeit zu nehmen für meine Familie, zwischen dem stressigen Alltag. Und dem Job der mir sämtliche Energie zieht.

Dieser Traum fühlte sich unglaublich real an. Anders kann ich es nicht sagen. Egal ob die Oma und die Omi mich wirklich besucht haben, das weiß man nicht, aber es ist auch nicht wichtig, denn das Gefühl reicht aus. Ein Gefühl von tiefer Liebe und Zuneigung.

„Was sich richtig anfühlt, das ist es oft auch – egal was unser Verstand dazu sagt.“,

dieser Satz, das merke ich jetzt gerade, trifft auch sehr auf mein Nichtrauchen zu. Danke Oma, danke Omi. Ruht in Frieden. Ich hab euch lieb! Mutti und Opa: euch hab ich auch lieb. Doch das sag‘ ich euch im Wachzustand.

2 Gedanken zu “>>Was sich richtig anfühlt, das ist es oft auch – egal was unser Verstand dazu sagt.<< 25/365

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