Der Körper der anstrengt. Und auch der Kopf. 33/365

Gerade kann ich die 33 Tage rauchfrei gar nicht mehr feiern. Denn auch wenn es mir nach Barcelona besser ging, war mein 5 tägiger Urlaub in Barcelona eine Probe, ein Test wahrscheinlich und ich habe ihn nicht bestanden. Was geschah in Barcelona? Darüber werde ich später berichten. Noch bin ich nicht bereit. Ein paar Tage nach Barcelona jedoch ging es mir langsam wieder besser. Und..

Jetzt geht es mir wieder schlechter. Mir ist quasi Dauerübel. Und mein Darm macht komische Geräusche. Ich habe null Appetit/Hunger mehr und esse sehr, sehr schlecht. Die Angst ist einfach zu groß. Sie nimmt mir die Luft zum Atmen. Habe das Gefühl zu ersticken und erdrückt zu werden von meinem Leben und der Zukunft die ich so nicht möchte.

Es nervt mich dass die Ängste mich so sehr steuern, es nervt mich dass ich meine körperlichen Schmerzen einfach viel zu sehr spüre, nicht nur die meinen sondern auch die der anderen. Es nervt mich dass zu viele Menschen mich überfordern und es nervt mich, dass ich nicht nur anders sondern auch extrem feinfühlig bin. Ich kann damit nicht umgehen und ich konnte es noch nie! Es überfordert mich! Ich möchte das nicht! Meiner Mama geht es auch gerade nicht gut, es bricht mir das Herz sie so zu sehen. Mich nerven die Tränen die wieder salzig zu Boden tropfen, weil die Angst mich attackenweise überfällt, mir die Brust zuschnürt so dass ich bitte einfach nur erlöst werden möchte von dieser Qual und dem Schmerz und der Angst und dem Leben von dem ich keine Ahnung habe wie ich es jemals überleben soll. Und will. Gerade bin ich einfach schrecklich überfordert und ich weiß nicht wie ich die Notbremse finden soll, wann ich sie ziehen muss? Meine Freunde bekommen mich gerade wieder nicht mehr zu Gesicht. Und ich merke wie mir meine Hobbys entgleiten. Ich schaffe es nicht meine Freunde zu kontaktieren. Meine Maske aufzusetzen um zu sagen gut geht es mir. Um sie nicht zu nerven und zu beunruhigen. Ich schaffe es nicht sie zu treffen. Meinen Haushalt schaffe ich nicht. Der Wecker klingelt. Ich schaffe es aufzustehen mich anzuziehen und zur Arbeit zu gehen, um zu funktionieren. Aber das Leben? Das Leben schaffe ich nicht.

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5 Gedanken zu “Der Körper der anstrengt. Und auch der Kopf. 33/365

  1. „Gerade bin ich einfach schrecklich überfordert und ich weiß nicht wie ich die Notbremse finden soll, wann ich sie ziehen muss?“
    Warum ziehst du sie nicht genau jetzt? Leider fehlen mir „tolle“ oder „nette“ Worte die ich jetzt hier lassen könnte…zum anschauen, lesen oder auch aufsammeln…aber ich glaube, dass deine Freunde sich nicht genervt fühlen würden…frag sie doch ob es so ist…
    …und danke für deine Worte…

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  2. » … Ich schaffe es aufzustehen mich anzuziehen und zur Arbeit zu gehen, um zu funktionieren. … « In solchen Momenten helfen die Routinen. Ansonsten würde ich erst einmal nichts tun. Mich hinsetzen, Kaffee trinken und versuchen, nichts zu denken. Vielleicht noch Musik hören. Oder im Wald spazieren. Bis es vorüber gegangen ist. Und es wird vorüber gehen, wird sich beruhigen und dein Blick wird sich wieder nach vorne richten. Liebe Grüße, Bernd

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  3. liebe netti, ich kann sehr gut nachvollziehen wie es dir geht und gerade frage ich mich ein klein wenig, ob das rauchen vielleicht – so wie bei mir das essen – irgendwie dein weg war, dinge „unten“ zu halten. seit mir das „psychologische“ essen fehlt, überrollen mich gefühle, schmerz, ängste – und ich weiß gar nicht wohin damit, sodass es gerade noch für den rudimentären funktionsmodus reicht. ich kann dir auch gar nichts raten – und ich denke, das möchtest du auch bestimmt nicht. meine daumen sind einfach weiterhin gedrückt, dass du es bald wieder schaffst luft zu holen.

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    1. Oh nein, das klingt ja genauso unheimlich wie bei mir. Ich finde es schlimm dass es dir auch so gehen muss.😢 das tut mir total leid zu hören. Die Zigaretten hätten mich wohl irgendwann umgebracht. Und nun die Angst?
      Danke dass du mir die Daumen drückst liebes. Weißt du.. ich fühle mich einfach schrecklich allein, und unverstanden. Magst du mir berichten wie es dir aktuell geht? Hast du noch meine E-Mail Adresse? Ich würde mich freuen von dir zu lesen. Fühl dich ganz doll gedrückt.

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      1. es ist mit sicherheit besser, die zigaretten hinter dir zu lassen, da das, was da rauskommt, ohnehin da ist und du dich dem wahrscheinlich so und so irgendwie irgendwann in irgendeiner form hättest stellen müssen :(
        ich kann verstehen dass es dir so gut. ich weiß noch gut, wie das bei mir war als ich diese rückenschmerzen hatte und niemand konnte sich erklären, was da passiert und keiner hatte mehr lust sich das anzuhören. es war wirklich ein horror. ich schreib dir gern, magst du mir deine mailadresse nochmal schicken? oder deine whatsapp nummer?
        alles liebe für dich, ich drück dich auch!

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