Depressionen und das Buch.

Momentan bin ich wieder in einem Depressionsschub versackt. Ein ziemlich heftiger. Konnte mich außer zum Arbeiten zu nichts aufraffen. Sogar der Fotografie, dem Modeln und Yoga habe ich den Rücken gewandt. Zuletzt hatte ich 4 Shootings bei denen alle Fotografen abgesagt haben. Zwei davon sogar doppelt. Das hat mich arg runter gezogen und mir (u.a) die Kraft genommen. Es ist so schon schwer mit der Arbeit meine Hobbys unterzubringen. Einfach weil die Dienstpläne mal wieder fast täglich komplett um den Haufen geworfen werden. Ja ich wollte mich neu bewerben, eigentlich schon gestern. Aber wenn ich Freizeit habe versuche ich Energie zu tanken und sie nicht direkt wieder zu verpulvern. Ich fühle mich gerade wie in einer Spirale in der es kein Weg nach draußen gibt. Irgendwie gefangen. Manchmal nimmt es mir die Luft zum Atmen. Dann geht es mal kurz wieder und im nächsten Augenblick ist es wieder schlimmer.

Hinzu kommt der schlimme Selbsthass in solchen Momenten. Es ödet mich an. Gerade kann ich auch keine Therapiestunden planen. Wegen Arbeit. Ich frag mich wie andere Leute das schaffen. Das Leben mit Depressionen. Besonders wenn sie chronisch sind. Heute habe ich das erste Mal seit dem Beginn des Schubs wieder Yoga gemacht. Stimmt nicht, einmal, mittendrin noch, hat mich meine Schwester genötigt mit ihr zusammen Yoga zu machen. Nun.. heute konnte ich mich endlich allein aufraffen. Und es tat gut. Natürlich tat es das. Warum also vergisst man das immer.. oder warum ist es manchmal so schlimm dass einem einfach zu ALLEM die Kraft fehlt!?

Irgendwie habe ich das Gefühl dass, alles was ich angehe nur so halb okay ist. Dass alles irgendwie nicht richtig gelingt, obwohl ich kämpfe und mich reinhänge wie doof. Es ist nie genug. Ich bin nie genug. Mein 1. Buch mit einer Autorin zusammen ist erschienen. Eigentlich ist es ihr Buch, ich hab mich nur mit eingeklinkt. Trotzdem bin ich stolz. Mein Traum wurde wahr. Ein Traum. Schade nur, dass kaum Leute darauf aufmerksam geworden sind bisher. Es gibt bisher eine Rezension. Die ist super schön. Darüber freue ich mich unglaublich. Wie schön wäre es, wenn noch mehr Leute da draußen die Bücher mögen lernen würden. Unser Buch. Das Buch.

Manchmal frag ich mich wann es sich lohnt an einem Hobby dran zu bleiben. Wann es sich lohnt weiter Kraft und Energie und Leidenschaft reinzustecken, wenn es plötzlich nur noch ein Kampf zu sein scheint. Etwas aufrecht zu erhalten. Nur weil das Herz dran hängt. Aber warum hängt es dran!? Ist es nicht irgendwann vielleicht sogar notwendig sich zu trennen? Ich wünsche mir meine Energie zurück und ein bisschen mehr Freude am Leben, ohne Angst und all die Gedanken in meinem Kopf, die mir das Hirn umnebeln. Ein bisschen mehr Mut wäre schön, etwas zu wagen. Denn wer nicht wagt der nicht gewinnt, so heißt es doch, aber was.., was aber.. wenn man alles verliert!??

2 Gedanken zu “Depressionen und das Buch.

  1. ich glaube die möglichkeit regelmäßiger zur therapie gehen zu können könnte dir bei der beantwortung der fragen helfen.. die antworten liegen in dir, du kannst sie nur selber finden… ich kenne das übrigens, wenn auch vielleicht nicht so schlimm, aber das dicke D als ewiger begleiter, mal präsenter, mal weniger… wenn man alles verliert, dann war es vermutlich nicht das, was zu einem gehören sollte… so weh es auch tun mag…

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