Unaufhaltsam.

Sie spürt diese Schwere in ihrer Brust, und auf den Schultern, auch da. Es zieht sie nach unten, irgendwie. Sie errichtet all diese Dinge, die sie am Leben teilhaben lässt und dennoch ist sie so unsagbar müde, sie sehnt sich nach einem kuschelweichen Bett in dem sie schlafen kann. Es drückt in ihrem Kopf, all die Gedanken drängen sich beisammen. Sie hat es satt dieses Gedenke, sie hat es satt, dieses Geheule. 

In der Bahn bemerkt sie diese Blicke auf sich, starrend, mitleidig fast schon. Die Leute werden sich fragen, warum dieses schöne Geschöpf all diese Tränen vergießt. Sie werden sich wundern, wie so viele Tränen kein Ende nehmen können. Unaufhaltsam tropfen sie auf diesen Boden, auf denen unzählige Füße stehen und Halt suchen. Die Füße des Mädchens schlackern und rutschen, fester Halt ist ihr nicht gegeben. Ihr Kopf ist ihr so schwer sie möchte ihn am Liebsten fallen lassen, er würde dann durch all die Füße purzeln, slalomähnlich. Vielleicht aber würden ein paar zugehörige Menschen zu Boden gehen. „Strike!“, würde sie dann rufen, und ihrem Mund würde ein Lächeln entweichen, zum allerersten Mal, während alle Zehne einfach so umfallen. Zehn Menschen am Boden liegend, so wie sie. Diese Vorstellung findet sie irgendwie lustig, sie lacht ein fieses Grinsen und erschrickt als ihr das eigen Ebenbild im Fensterglas entgegenblickt. Verheulte, rote Augen mit gequollenen Lidern. Spuren salziger Verzweiflung auf ihren Wangen. Sie spürt die Blicke des Mannes, er ist nicht so schlank wie sie, er wirkt sehr stark und gefasst, wie ein (Teddy)Bär der sie zu beschützen vermag. Nette Augen blicken ihr zu. Unter Tränen erwidert sie den Blick, sie fühlt sich plötzlich aufgefangen und beschützt und doch schreit ihr scheuer Blick nach Hilfe. Nach Rettung. Nach einem Ort an dem sie sich fallen lassen kann. Nach einem Ort an dem sie verstanden wird. Ihre Gedanken brüllen ihm zu. 

>>Bleib hier.<< 

Sagen sie. 

>>Geh nicht.<<

Flehen sie. 

Bettelnd haftet ihr Blick unter Tränen an seinem bärtigen Gesicht. Die Tür schwingt auf und der Mann wendet sich ab von ihr, einfach so. Sie blinzelt und verliert eine Träne an der sie sich zu klammern versuchte. Sie schiebt sich durch die Massen, keine Entschuldigung, kein Verzeihung. Ihre schmale Gestalt prallt gegen all die Körper, sie will doch nur noch, sie will nur noch.. nur einen Blick..

Der Mann, hinter denen die Türen schließen, schaut zu ihr zurück. Er dreht sich um, sein Blick wirkt verwirrt, durcheinander, dann suchend.. ein berührtes Augenpaar blickt suchend an dem Punkt an dem das Mädchen gerade stand. Doch sie ist weg. Enttäuscht  wandert sein Empfinden durch die anfahrende Bahn. Da sieht er sie!

Das Mädchen reißt die Augen auf, ihm ist als möchte sie etwas sagen, ihr Mund bewegt sich langsam, doch er kann nicht vernehmen was es ist, durch die Türen dringt kein Ton. Sie drückt sich an die Tür und ihre Hand berührt das keimige, verschmierte Glas der schneller werdenden Bahn. Er versteht nicht. Irgendetwas hat das Mädchen an sich, so sehr hat ihn noch nie etwas bewegt, jemand. 

Ein letztes Mal treffen sich ihre Blicke, bevor die Bahn aus seinem Blickfeld verschwindet. 

Das Mädchen ist nun nur noch eine Erscheinung, die sich einfach nicht benennen lässt. Umherkreisend in seiner Erinnerung. War diese Person jemals existend, oder entstand dieses Wesen seiner reinen Gedankenkraft!?

©Netti 

HerzSchweigen 2/2

Das Mädchen fror nach wie vor, es war ihr so kalt ums Herz, dass auch ihre Tränen an der eisigen Luft zu frieren begannen, und es entstanden gefrorene Rinnsale aus eisigem Salzwasser. Sie sehnte sich so sehr nach Wärme und Glück, dass sie fast schon nicht mehr wusste wie sie noch weiter machen sollte, mit dem Glauben in dieser Welt, die für sie nur aus Kälte bestand.

Sie fragte sich, wie das all die Anderen machten, das Lieben und Verlieben und Zusammenwachsen, kannten die denn alle gar keine Ängste!? Gab es denn bei denen so etwas gar nicht? 

Existierte das etwa nur in ihrer Welt!? Das Einzigste was bei ihr zusammenwuchs waren all die teilzersplitterten Ängste, die sich mit der Zeit die verstrich, immer mehr zu manifestieren schienen. Wie gern würde sie darauf scheißen auf all diese hirnrissigen Ängste. Aber das war nicht so leicht, denn ihre Gedanken mischten mit. 

So gab es nicht nur das Herz mit dem Bauchgefühl, sondern auch die Gedanken, die wie scharfe Pfeile um sich schossen. Sie verfehlten das Herz, denn das war ja zerschrumpelt, eine  ekelhafte Rosine, alt und verbraucht. 

>>Hör‘ auf dein Herz!<<

Sagten die Leute, als das Mädchen wieder einmal nach der Liebe fragte.

>>Dein Bauchgefühl wird dir sagen was richtig ist, was falsch.<<

Wieder konnte sie all das Geschwätz nicht begreifen. Ihr Herz verdorrt vor Kälte. Alles Narren. Dumme Menschen, vor Liebe erblindet.

Und das Bauchgefühl!? Was sollte das sein, wo doch das Herz nicht im Bauche lag, wohl aber unter ihrer Brust schlug, schlagen sollte, denn die Frequenzen des Herzens nahm sie nun kaum mehr wahr. 

Das Mädchen verzweifelte beinahe und zerbrach sich den Kopf, obwohl ihr Verstand sich dagegen zu wehren versuchte. Niemand dachte so blödsinnige Sachen wie sie.

Also setzte sie sich in die Bahn und fuhr einfach los, egal wohin, sie hielt es einfach nicht mehr aus in ihrem Kopf, das Mädchen flüchtete vor ihren Gedanken. Vor der Kälte aus ihrem Herzen.

Ein Schrei ließ sie aufschrecken, sie musste eingeschlafen sein, die Bahn fuhr nicht mehr, komisch sie stand an einem Waldrand. Es dämmerte bereits. 

Das Mädchen hob ihren Kopf und schaute nach rechts. Sie blickte in den Lauf einer Waffe. Das wäre die Stelle an der ihr Herz hätte aufhören müssen zu schlagen, man sagte dann >>ihr rutschte das Herz in die Hose<<, aber bei ihr rutschte gar nichts, sie spürte es nicht einmal mehr schlagen. Vielleicht war sie bereits tot.

Als sie den Knall hörte und Blut floss erschrak sie zwar, aber sie wusste einfach nicht wessen Blut das war, und was das hier alles gerade sollte, während ihr Körper einfach in sich zusammensackte.

©Netti

HerzSchrumpeln 1/2

Es war einmal ein Mädchen. Sie glaubte an die Liebe, auch wenn sie keine Ahnung hatte wie man diese definiert, kannte sie doch nur die Schreie und das Schweigen der Eltern, was folgte, nach einem Streit. Sie fragte sich wieso. So oft wusste sie nicht wie so etwas die große Liebe sein konnte. Dieses Wort verstand sie nicht, egal wie oft sie ihre Blicke im Duden unter dem L umherschweifen ließ. Sie fragte, egal wen sie traf, sie fragte nach der Liebe. Was das ist die Liebe. Und wie man sie bemerkt. Durch Schweigen etwa!? Sie mochte die Liebe nicht, wenn sie keine Antworten geben konnte. Sie fand die Liebe scheiße. Das Mädchen sehnte sich nach Sicherheit und ein bisschen heile Welt. Also schuf sie sich eine Bude aus Wörtern und Schriften, und so erzählte sie sich in eine eigene Welt. Voller Hoffnung und Zuversicht.

Sie ward größer und reifer und noch immer war ihr die Liebe fremd. Sie tauschte den Duden gegen Google und Wikipedia, sie las und las, aber begreifen konnte sie nicht.

Das Mädchen traf sich mit jungen Männern und schenkte denen ihr Herz, verschenkte es ohne es ordentlich zu verpacken. Kein Geschenkpapier. Kein Schleifenband. Sie hielt das rohe, schlagende und pulsierende Herz in den Händen. Die Männer erschraken und nahmen reißaus. Natürlich verstand sie nicht. Sie schenkte ihr Herz. Das ist es doch, die Liebe, das nennt sich doch verliebt, dem war sie sich sicher.

Immer wieder verschenkte sie ihr rohes Herz und wunderte sich über die Kälte die sie empfing. Sie kam einfach nicht dahinter. Die Kälte ließ sie frösteln und zittern, so derbe bis ihr der ziehende Schmerz die Tränen in die Augen trieb. Also musste sie etwas ändern, um nicht zu erfrieren und ihr kam eine Idee.

Sie klebte ein wenig Fell direkt um ihr kleines Herz, das sollte sie vor der Kälte schützen, so dachte sie. Doch mit der Zeit wurde das Fell immer dünner und die Kälte berührte es erneut. Zitternd schlugen ihre Zähne aufeinander und sie verlor an Gewicht.

Ihre hagere Gestalt schwebte durch die Zeit und traf nicht auf die Liebe sondern auf die Angst. Ihr Herz zerschrumpelte zu einer Rosine, denn wie sollte es sich nähren, wo doch in Kälte nichts gedeihen konnte!?

©Netti

Yunāchen.

„Riku, wie ist nochmal die Legende um Yunāchen und das Licht?“, frage ich.

Er seufzt, holt Luft und beginnt zu erzählen: 

>>Yunā, ein kleines sechsjähriges Mädchen, kam durch einen Brand ums Leben. Der Winter war hart und frostig. Die Eltern stellten ein paar Kerzen in der Holzhütte auf, damit sie sich an den Flammen wärmen konnten. Zusätzlich trugen sie alte, gammlige Decken um die Leiber. Die Eltern waren erschöpft vor Kälte und schliefen irgendwann ein. Yunā spielte mit dem Feuer, sie wärmte ihre Hände über der Flamme einer großen Kerze. Tränen liefen ihr über die Wange und sie schluchzte, denn es war ihr so entsetzlich kalt. Sie stieß gegen die Kerzen und die Decke fing Feuer. Schnell verteilte es sich im Raum. Das Mädchen schluchzte noch mehr und schrie nach Mama und Papa. Doch die Eltern wurden nicht wach. Erst durch den Brandgeruch wurden sie munter, doch da erlag das Mädchen schon einer Rauchvergiftung. Sie konnten nichts mehr für Yunā tun. Seitdem hört man sie noch immer qualvoll schluchzen, wenn man im KerzenLichtschein umgeben von völliger Finsternis ihren Namen ausspricht. Manchmal soll man sie auch sehen können. Ihr verweintes Gesicht. Narben und Brandmale auf ihrer verkohlten Haut. Sie kann keinen Frieden finden, denn ihre Eltern hatten ihre Rufe und das Schluchzen einfach nicht erhört.<<

„Yunāchen, bist du hier!?“

Wir sitzen im Schneidersitz vor diesem Brett. Aber eigentlich ist es kein Brett. Vielmehr sind es einzelne weiße Kärtchen, beschrieben mit Buchstaben und Zahlen. Das Alphabet und die Zahlen von 0-9 liegen im Kreis um den Tisch herum. Rechts und links das Wort Ja und Nein. 

„Yunāchen gib mir ein Zeichen!“ 

Es ist ein bisschen klamm, so als stünde im Raum der Nebel und verteile sich an der Decke. In der Mitte des Tisches befindet sich ein zierliches Glas, was sich auf dem Holztisch gut bewegen lässt. Neben uns sind zwei brennende Kerzen verteilt. Sie geben nur spärliches Licht. Unheimliche Schatten werden an die Decke geworfen. Wir schauen in die Flammen während unsere Finger das Glas berühren. Doch bisher rührt sich nichts.

„Hey du musst schon ein bisschen mehr Tiefe in die Stimme legen und Glaube in dem was du sagst.“ Riku macht es vor.

„Yunā , möchtest du dich mit uns unterhalten?“ 

Wir halten den Atem an. In der Stille unsere klopfenden Herzen. Die Kerzenflamme beginnt zu flackern, es entstehen tanzende Schatten an der Wand. 

Riku lacht sein tiefes Lachen. „Du hättest dein Gesicht sehen sollen. Das sah einfach zu bescheuert aus.“

„Halt die Klappe du Idiot und hör auf mich zu verarschen.“

Die Tür kracht mit einem lauten Knall ins Schloss, sodass der Raum erzittert. 

„Was…!?“ Wir springen gleichzeitig auf, das Herz was bis zum Hals schlägt. Riku schaut mich aus großen Augen an. Darin erkenne ich soetwas wie Panik. Ich muss schlucken. Wir sind allein in diesem Raum. Eigentlich. Denn während sich unsere Köpfe zum Tisch bewegen ist die Botschaft, die wir erkennen, unmissverständlich.

Die Buchstaben haben einen Satz gebildet und liegen mittig auf dem Tisch. 

                  ~Mir ist kalt~




©Netti

Auf engstem Raum.

Der Auslöser ertönt. Ein Klicken. Und dann Stille. Der Moment ist greifbar. Spürbar. Laut. Nur der Mann hinter der Kamera. Und du, davor. Du posierst. Ohne es zu können. Dein Mund formt ein Mund was ein Lächeln erahnen ließe, wenn es eins wäre, doch du schaust nur, deine Augen blicken in die Augen hinter der Kamera. Die Kamera senkt sich und dich blickt ein Augenpaar an, welches ausdrucksstärker nicht sein könnte. Du vergisst das Posieren, vergisst was deine Rolle ist, hörst nur das Herz, spürst es schlagen. Schnell. Laut. Der Raum ist eng. Klein. Zwei Menschen, die nur knapp darin Platz finden. So eng, dass man sich zwangsläufig berühren muss. Du spürst ein Tosen, Wellen brechen herein. Hitze wie Kälte. Du spürst dass auch der Mensch hinter der Kamera ein Flattern verspürt. Er blickt auf die Zeit 21:00. „Job erledigt.“ Er nimmt seine Kamera und geht, lässt dich zurück.

©Netti

Animalisch

Ich liege am Strand.
Da bin ich am Liebsten.
Die Sonne prasselt mir auf den Rücken.
Rot bin ich, aber nicht von der Sonne.
Knallig rot.
Müde bin ich.
Und strecke alle Zehne von mir.
In meinem Trahn missachte ich die Gefahr.
Vom Schlimmsten gehe ich aus, als ich meine Augen öffne.
Meine Scheren klappern gefährlich.
Schnapp auf, Schnapp zu.
Aus großen Augen schaut sie mich an, trabt heran.
Sie, die Möwe.
Mit ihrem weißen Gefieder.
Alarmiert stehen wir uns duellierend gegenüber.
Ein kehliger Laut dringt aus ihrer Kehle.
Dennoch.
Ich halte mich zurück.
Weiche aus.
Doch als sie mir zu Nahe kommt, wehre ich mich.
Impulsiv.
Meine Schere zwickt sie in das drahtige Gebein.
Sie schnappt.
Wütend.
Und ich verschwinde unter meinem Panzer.
Mein Rückrat.
Meine Flucht.
Rettung.
Die Zeit verstreicht.
Nun ich luge interessiert hervor, aus meinem Panzer.
Möchte wissen, ob die Gefahr vorüber!?
Zu spät.-
Die Möwe.
Sie steht noch immer, schnappt nach mir.
Und hat mich.
Packt mich an dem Kragen.
Und fliegt sogleich davon.
Über das Meer.

©Netti

Die Distanz der Nähe.

Es ist spät. Vielleicht sogar nach Mitternacht. Du liegst auf der Couch. Noah sitzt neben dir. Gelangweilt von dem Twilight Film fällst du in einen traumlosen Schlaf. Nichts bekommst du mehr mit.

Er scheint die Chance zu nutzen, berührt dich, streichelt dich. Am Rücken von oben nach unten die Wirbelsäule entlang und fährt mit dem Finger den Bund der Hose nach, ganz sacht.
Dann wirst du wach. Geschockt reißt du die Augen auf, was er ja nicht sehen kann und hältst die Luft an. Eigentlich ist es ja schön. Du genießt es sehr. Er ist so zärtlich. Und ein paar Streicheleinheiten würden ja nichts bedeuten. Irgendwann döst du wieder weg und du wachst erst wieder auf, als du seine Hände auf deiner Brust spürst. Er liegt hinter dir, du vor ihm. Der Film ist längst zu Ende und es ist dunkel. Nur das Flimmern des Fernsehkastens und zwei klopfende Herzen, die im Takt zueinander schlagen. Er berührt dich weiterhin am Bauch, tastet sich zu deinen Brüsten vor, berührt sie sanft. Er knetet sie leicht und stöhnt. Es macht Lust auf mehr, mehr, mehr. Er stöhnt dir in dein Ohr, presst seinen Körper an den deinen. Ihr werdet wild und hektisch. Noah zieht dir die Hose ruckartig aus. Reißt dir deine Jacke von dem Körper.
Jetzt trägst du nur noch Slip und Shirt. Er selbst ist noch vollständig bekleidet. Als du so entkleidet bist, deine Nacktheit spürst, gehen dir plötzlich tausend Gedanken durch den Kopf. Sie wirbeln um dich herum und kommen nicht zum Stillstand. Du kannst sie nicht halten, schon gar nicht verdrengen. Du denkst alles und nichts. Der Genuss und die Lust weicht über in Panik. Es passiert genau, was du nicht erreichen willst.

Denn was du willst ist eine ganz normale Freundschaft zwischen Mann und Frau. Glaubst du. Ärgerlich versuchst du abzuschalten und Spaß zu haben, loszulassen, doch es gelingt dir nicht. Noah versucht dich zu küssen, aber du drehst den Kopf weg.
Also wendet er sich deiner Gesichtshälfte zu, atmet in dein Ohr, erst leise, dann wird sein Stöhnen deutlicher, lauter und fordernder. Er drängt dich an die Lehne des Sofas, hält deine Hände über deinen Kopf fest umklammert und lässt dich nicht los. Seine Zunge umspielt dein Ohr und versinkt sich dann darin. In dir drin beginnt es zu pulsieren. Lustwellen umspielen dich und sein erigiertes Glied zuckt lustvoll an deinem Körper. Du beginnst zu zerschmelzen, doch gleichzeitig versuchst du dagegen anzukämpfen.

Dich zu wehren. Es ist ein Kampf mit deinem Inneren. Du reißt dich von ihm los und springst blitzschnell auf.
Einerseits willst du ihn spüren, andererseits willst du es nicht.
Was ist nur los mit dir????
Du verstehst nicht und auch er sieht dich mit seinem Hundeblick fragend an. Verwirrt, durcheinander, verletzt, wütend und enttäuscht.
Du bist den Tränen nahe und du weißt, dass er mehr möchte, mehr als nur körperliche Nähe, auch du sehnst dich in Wirklichkeit nach mehr, kannst es nur nicht fassen, nicht halten, möchtest es von dir schieben, ganz weit weg.

„Was ist denn jetzt mit dir los?“, er verlangt eine Antwort. Seine Augen hoffenden Ausdruckes.

„Es tut mir Leid! Ich kann nicht! Man, verdammt ich will keine Beziehung mit dir, begreif das doch mal!“ , schreist du ihm schluchzend ins Gesicht.

„Davon war doch jetzt gar nicht die Rede!“ ,schreit er zurück, „Mensch, lass dich doch einfach mal fallen! Lass dich gehen! Du willst es doch auch!!? Du hast es doch genossen, oder nicht!?“

Das ist dir alles schon wieder zu viel. Tränen rinnen dir über das Gesicht und du musst schluchzen. Du siehst ihn an. „Tut mir Leid, ich muss jetzt sofort hier weg!“ Du stürmst aus der Tür, schnappst deine Sachen im Flur und lässt ihn einfach so stehen. Die Haustür fällt krachend ins Schloss.

©Netti