Alles was fehlt..

..ist dein Lachen und die Augen die strahlen weil das Glück aus ihnen spricht.

..ist die Ruhe in der deine Kraft liegt mit der du mich stärkst.

..sind all die Kleinen Pünktchen, verteilt auf deinem starken Körper, sie sind braun, beinahe schwarz, und jedes von Ihnen schaut anders aus, jedes ist ein Teil von dir. Im Gedanken habe ich einen Stift in der Hand, um all die kleinen Pünktchen miteinander zu verbinden, so wie das Leben, wenn man es von außen betrachtet, aus einzelnen Momenten besteht, die sich alle miteinander verbinden lassen.

..ist deine Stimme deren Klang mich so sehr fasziniert dass ich ganz viel erfahren möchte von dir und deinem Leben, ganze Momente und Geschichten die mich berühren.

..sind deine Haare am Kopf wenn sie in eine Richtung abstehen, die für sie nicht vorgesehen sind. Die Unvollkommenheit macht dich perfekt.

..sind deine fast pechschwarzen Augen die so tief blicken lassen bis hinein in deine Seele. Und doch können sie die Sicht verschleiern unter Tränen, welche salzig zu Boden tropfen.

..ist dein Humor, welcher mich in jeder Sekunde zum Lachen bringt, denn Lachen ist die beste Medizin, Lachen ist Glück.

..sind deine langen Hände, welche mein Gesicht ertasten und jede Stelle an meinem Körper erfühlen. Sanft sind sie und zart, sie strahlen Wärme aus und Schutz.

..ist der Halt den du mir gibst während du mich im Arm hältst, dann fühle ich mich beschützt und sicher, weil mir nichts auf der Welt  passieren kann. Das Glück liegt in meinen Armen.

..ist dein Duft, so natürlich und wunderschön, er benebelt meine Sinne und lässt mich empfinden.

..sind deine Lippen, so zärtlich und sanft und so voller Gefühl, ich schmecke Leidenschaft und Glück, Verlangen nach mehr und den Augenblick der zählt. Ich schmecke dich, und du schmeckst wundervoll.

..ist deine Umarmung und den Schutz den du mir gibst, darin spüre ich soviel Kraft, ich spüre  Halt der größer nicht sein könnte.

..ist deine Ehrlichkeit und die Worte die meinen was sie sagen, auch wenn es keine Worte sind sondern eine Träne, welche in salzigen Spuren über deine Wange rinnt, denn in diesen Tränen sehe ich Schmerz und ich weiß dass du fühlst und empfindest.

..ist dein Herz was sich nicht verschließt, sondern schlägt, nur für mich.

..ist dein wunderschönes Ansehen, deine Augen, der Mund, ich betrachte ihn so gern und spüre ihn auf den meinen, deine Nase, sie ist so perfekt wie deine Zähne in Reih und Glied. 

..ist deine Schulter und deine Brust an der ich mich anlehnen kann, ich kann deinem Herzschlag lauschen, den Tönen die dein Herz aussendet.

..ist dein Blick der manchmal mehr sagt als tausend Worte dann könnte ich dich auffressen und festhalten für immer.

..sind die Momente die uns miteinander verbinden, die Vertrauen schaffen und Sicherheit, eine Basis auf deren ein Wir heranwachsen kann.

..ist die Hoffnung die mir sagt dass alles gut wird, wenn du zurück bist, ich möchte so gern glauben daran dass es nur dich geben wird und mich.

..ist das Vertrauen in einen Neubeginn, in einen Restart, zurück in Deutschland musst du wieder Fuß fassen, vielleicht fällt es dir schwer dich an mich zu erinnern, dass es da mal irgendwann jemanden gab, der ja ziemlich nett war. Und irgendwie ein bisschen süß.

..ist das Wissen was geschehen wird in diesem Jahr deiner Abwesenheit, in deinem Leben und in meinem. 

..ist das Vergessen was niemals eintreten kann, denn du existierst in den Gedanken und im Herzen, nur da, wo du auch bleibst. Trotzdem werde ich leben, die Momente, und glücklich sein, ohne dich.

..bist du.

©Netti

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Brief der Erinnerung

Lieber Fotograf,

Plötzlich weiß ich wieder wie sie klingen, deine Worte in meinem Ohr. Mit einem Schlag ist sie mir wieder so present, deine Stimme die so melodiös und tief in mein Innerstes dringt. Der tiefe, erotische Klang der mich kitzelt in meinem Herzen und nicht nur da, mein Körper spannt sich an, wenn ich daran denke wie du mich berührst, mit deinen Worten, jede einzelne Haare meines Körpers stellt sich auf. Dein Lachen welches deinen Mund verlässt, so herzlich, so echt. So echt, wie du neben mir gelegen bist, deine zärtlichen Hände streichelten vorsichtig meine Haut, deine Finger fuhren sanft über meinen Arm. Mein Herz hüpfte vor Freude und Aufregung. Dennoch verließen stumme Tränen der Trauer meine Augen. Wenn ich daran zurückdenke möchte ich mich verfluchen dafür, ich war dir so nah und gleichzeitig war ich es nicht. Deine wunderschönen Augen blickten mich beruhigend an, sie sprachen eine Sprache für sich, und doch spendeten sie mir unglaublichen Trost, unbezahlbaren Trost, dem ich dir so dankbar war. Du nahmst mich in deine starken Arme, deine großen Hände legten sich schützend um meinen Körper. Ich konnte deinen schnellen Herzschlag spüren, oder war es nur der meine, der sich auf dich übertrug? Zu gerne möchte ich die Zeit zurückdrehen, und die Tränen ungeweint machen.

Wir beide im Bett, nebeneinander,stundenlang schauen wir uns einfach nur an. Meine Hand welche sich einen Weg zu deiner Wange sucht um jeden Zentimeter deines Gesichtes zu erfühlen, nur die leichte Beleuchtung der Straßenlampe lässt einen Teil deines Gesichtes erahnen, doch im Geiste sehe ich dich komplett vor mir, mit all deinen Zügen, all deinen Malen und all deinem Glanz. Meine Hände fahren sanft über deine Augenbrauen entlang, vorsichtig und sacht, mit einem leichten Schleier der Zurückhaltung und Unterlassung, berührt mich dein Blick auf meinem Körper. Ein innerlicher Kampf. Sanft streiche ich mit meinen Fingern deine Arme entlang, deine Härchen stellen sich auf, und ich kann deine Gänsehaut sehen. Nun ist meine Hand an deinem Bauch, deiner Brust, liebevoll berühre ich deine Brustwarze. Kreisend umspielen meine Finger deine männliche Brust. Ich schiebe meinen Körper näher an den deinen, mich umgibt eine Welle der Lust. Noch immer machst du keine Anstalten dich zu rühren, doch ich höre deinen Herzschlag, der sich so laut an meine Hände drückt, du schluckst, dass kann ich sehen während dein Adamsapfel auf und ab hüpft, nur kurz, doch das ist mir nicht entgangen. Dein Duft hüllt mich in eine Wolke aus Lust und Anziehung. Ich verzehre mich so sehr nach dir! Meine Hände setzen ihren Weg fort, sie wandern nun weiter bis zu dem Bund deiner Shorts. Sanft fahre ich den Bund nach und schiebe meinen Finger nur minimal darunter, so dass du leicht zusammenzuckst. Habe ich dich mit der Hitze meiner Fingerspitze verbrannt? Ein leiser Laut entweicht aus deiner Kehle, den ich nicht zu deuten vermag, doch urplötzlich umgreifst du meinen so zierlichen und kleinen Körper mit deinen starken, beschützenden Händen. Nun liegst du über mir, deine Hände packen meine Arme und drücken sie an das Bettgestell,  ich spüre deine Lust, dein angespannter Körper drückt sich haltlos an den meinen. Du küsst mich. Atemlos. Gierig. Fordernd dringt deine Zunge in mich ein und umspielt meine Zunge mit stupsenden Bewegungen. Ich intensiviere den Kuss, indem ich sanft deine Unterlippe beiße, uns entweicht ein leises Stöhnen.

Die Fantasie ist ein Arschloch, wenn es um unterdrückte Gefühle geht! Hast du eine Ahnung, was du mit dem einen Kuss, damals, auf meiner Couch, in mir zum Rollen gebracht hast? Kannst du auch nur erahnen, was das in mir losgelöst hat? Ich fühlte mich schwerelos, wie eine Feder im Wind, dahinschwebend, egal wohin, hauptsache mit dir. Du hast mich so tief berührt wie schon lang keiner mehr. Dein Kuss schmeckte nach Leidenschaft, nach Geben wollen und nicht nur nehmen, er schmeckte nach Hoffnung und Herzrasen, doch mit einem Schlag kam die Bitterkeit und ich schmeckte Hass und Zerstörung, Wut und Berechnung. Und dann ein Splittern. Mein Herz zerbrach in 1000 Scherben, ein Teil davon bohrte sich in dein Gesicht, denn plötzlich verzog es sich zu einer verbitterten Grimasse.

Von diesem Anblick habe ich mich noch immer nicht erholt, noch immer bin ich nicht genesen von dieser herausgepressten Wut, wusstest du, dass die Wut, die du aussendest, auf dich selber zurückschiesst? Ich hätte auch am Liebsten geschossen, nicht mit Wut sondern mit kleinen Pfeilen der Vernichtung. So sehr hast du mich getroffen! Die Welt hat aufgehört, in dem Moment, sich für mich zu drehen. Das war rücksichtslos, von dir, denn auf einer Erde die sich nicht dreht kannst auch du nicht existieren, wusstest du das? Du hast dir somit dein eigenes Grab geschaufelt, auch wenn du der Erde dann gnädiger Weise einen Schubs des Wiederantriebs verpasst hast, ist sie doch aus dem Ruder geraten, besonders für dich. Also bedenke, mein Freund, was du tust, immer! Denn das Gute wie das Schlechte, es kommt alles zurück! Das Pech, und das Glück!

Dennoch vergeht kein Tag, andem ich nicht an dich denke. Ich frage mich wo du bist, und was du machst. Frage mich, ob du noch lachen kannst, so herzlich und echt, wie du mir dein Lachen schenktest. Oder hast du vielleicht verlernt wie man lacht? Ich könnte es dir nicht verdenken. Verschwendest du auch nur einen einzigsten Gedanken an mich? Immermal wieder erwische ich mich dabei wie ich dein Profil aufrufe, dann betrachte ich stundenlang dein Gesicht, ich zoome es ganz nah an mich heran, so nah dass ich deinen Mund beinahe berühren könnte, dich schmecken könnte und fühlen. Deine Augen, wie sie fast schon leer in die Kamera blicken, das ist die Stelle an der mir eine Gänsehaut über den Rücken fährt, weil die Augen mich genauso anblickten, als du sagtest ich solle mich nicht verlieben, in dich. Es ist zu spät. War es schon seit dem verdammten Fahrradunfall, und einmal mehr verfluche ich dich für deine Heldentat. Hättest du auch da nicht einfach selbstsüchtig handeln können? So wie in allem was daraufhin folgte? Du bist das allergrößte Arschloch in das ich mich je verlieben musste, und dafür hasse ich dich.

Ich hasse dich dafür, dass es mir trotzallem nicht egal ist, wie es dir jetzt geht. Und ich hasse dich dafür, dass du mich einfach so hast stehen lassen, vor meiner eigenen Tür, die ich vor deiner Nase zuschlug, um mich zu schützen.

Damals wollte ich dass du bleibst.

Heute möchte ich dass du gehst. Verschwinde!  Aus meinem Kopf! Aus meinem Herzen! Du hast dadrin nichts verloren.

©Netti

 

 

NachDem. (2/2)

Leidvoll quälst du dich zur Arbeit. Mühsam vollbringst du deinen Job, das Loch im Bauch wird größer und größer. Deine Chefin sieht, dass es dir nicht gut geht. Deine Kollegin erschrickt über die Leichenblässe, die du aussendest. Du sollst langsam machen. >>Lassen Sie die Azubine mehr machen. Die muss jetzt ranklotzen.<< Du machst ruhig. Dennoch ist dir einfach nur elend. Gelegentlich füllen sich deine Augen mit Tränen, denn die Last die du grad auf deiner Schulter trägst, und in deinem Magen, ist einfach zu groß für deine doch so zierliche Gestalt. Irgendwann ist die erste Hälfte des Tages überstanden und zum Frühstück zwingst du dir deine kleine beschmierte Bemme rein. Und du hoffst sie zu behalten. In dir drin. Nach dem Frühstück merkst du, wie es langsam, ganz langsam besser zu werden scheint. Allmählich kannst du wieder etwas atmen, hast nicht mehr das Gefühl an diesem Stressball zu ersticken. Somit überwindest du auch den Rest dieses schrecklichen Neujahrstages.

Als du deine Haustür aufschließt erinnerst du dich an deinen Zweitschlüssel, der nun eventuell in deinem Briefkasten liegen dürfte. Aber vielleicht, so überlegst du, denn möglich ist alles, ist er auch noch da. Eventuell ist der Fotograf noch in deiner Wohnung. Im Briefkasten liegt er, einsam und allein, dein Zweitschlüssel. Seufzend schlürfst du die Treppen nach oben. Dir fällt das Chaos wieder ein, was in deinen Wänden herrscht, eigentlich magst du nur noch ins Bett. Dein Schlüssel zur Haustür dreht sich im Schloss. Du wirfst dein Zeug zu Boden und deine Augen blicken suchend um sich. Wo sind deine Hausschuhe? Du findest sie zusammengesteckt (?) in deinem Schuhregal stehend. Achselzuckend gehst du ins Wohnzimmer. Und dich trifft der Schlag. Alles weg. Nichts deutet auf einen Silvesterabend hin. Der Tisch leer geräumt. Keine Gläser, welche rumstehen. All die Luftschlangen, weg. Deko weg. Auf dem TV Tisch liegt die DVD von Krömi, die hat er dir hier gelassen. Sollst du ja noch weiter schauen. Deine Blei gießen Figur liegt auf dem Bonbon-Naschteller. Seine Figur hat er mitgenommen. (Weggeworfen?) Seine Schoki hat er dir da gelassen. Die Decken gefaltet. Fein säuberlich. Du bist baff. Dein Mund klappt auf. Auf dem Schreibtisch liegen deine Schokobons. Traurig vermutest du dass er die Bons und deinen Zettel übersehen hat. Du nimmst den Zettel und erkennst- eine Antwort.

Hey! Du musst mir nicht danken! Ist selbstverständlich! Hab soweit alles i.O. gemacht. Hoffe, es passt alles so?! Die Schokobons essen wir gemeinsam! Außerdem möchte ich etwas auf die Linie achten!☺ Kopf hoch, Kleine.<<

Deine Augen füllen sich mit Tränen, doch du lächelst. Wie in Trance gehst du in dein Schlafzimmer. Das Bett gemacht. So schön kannst das nicht mal du. Alle Kissen liebevoll aufgereiht. Mühsam unterdrückst du einen Schluchzer. Badezimmer. Handtücher aufgehangen. Deinen nassen Lappen, welchen du für deine Stirn brauchtest hängt nun über der Heizung. Küche. Du hältst die Luft an, während du die Küchentür öffnest. Vorsichtig trittst du ein. Es ist, als wäre die Nacht des Silvesterabends komplett ausgelöscht. Nur kleine Hinweise deuten darauf hin, dass jemand hier war. Kein Geschirr steht mehr dreckig auf der Ablage, alles was sonst noch rumlag ist weggeräumt. Selbst die Handtücher als Dreckschutz für den Fußboden vom Fahrrad, hat er im Badezimmer gefalten und hingelegt. Dein Blick fällt auf die Heizung und nun überfällt es dich, du kannst deine Rührung nicht mehr länger unterdrücken. Auf die Heizung hat er in Reih und Glied ein Teil des Geschirr´s aufgestellt. (Wahrscheinlich das, was er nicht zu sortieren wusste, oder das, was noch trocknen musste.) Tränen der Freude und Rührung strömen dir über die Wangen. Du schluchzt und lachst und lachst und weinst, beides zusammen. Du stellst dir vor wie er ausgeschlafen hat, und dann dein Bett gemacht. Aufgeräumt, Abgewaschen und das Geschirr aufgestellt hat, zum Trocknen. Du musst dich erstmal setzen und dich sammeln, um zu verdauen, was deine Augen gerade erfahren haben. Noch nie hat dich etwas so sehr gerührt. Selbst dein damaliger Freund hat deine Wohnung, die ihm nicht gehörte, nichtmal SO hinterlassen. Das kennst du gar nicht, diese Ordnung und Sauberkeit von einem Mann und du weinst, weil du immer wieder neue Seiten entdeckst, an ihm, den Fotografen. Seiten, welche dich rühren und treffen im Herzen. Seiten, die du so sehr an ihm schätzt. Was verbirgt sich noch hinter seinem gelegentlich zu harten Kern? Du würdest dir gerne Hoffnungen machen, über seine liebevollen Worte, gerichtet an dich. Du würdest gerne Hoffen, dass eventuell irgendwann alles gut werden kann. Du würdest einfach gerne hoffen. Aber es fällt dir unglaublich schwer. Denn es gibt Momente, in denen haut die Hoffnung dir immer wieder aufs Maul. Und davor hast du schreckliche Angst.

Dankend schreibst du ihm via WhatsApp wie sehr du dich freust.

>Du Guter! Ich dank dir von Herzen. Du hast echt toll aufgeräumt. Ich freu mich! Jetzt hab ich ja gar nichts mehr zu tun.☺…….<<

 

 

Erster Teil des Beitrags: Frohes Neues? Hauptsache gesund!

©Netti

Lieber Winter, Lieber Schnee, 

Es tut mir Leid wenn ich jemals scheiße zu euch war. Ich entschuldige mich für die bösartigen Worte, welche hier und da über meine Lippen kamen. Eigentlich mag ich den Glanz deiner Flocken, lieber Schnee, den du von dir abschüttelst. Ich mag das Glitzern jeder einzelnen Flocke. Auch wenn sie Kälte mit sich bringt. Eiseskälte, die sich um meine Glieder und Knochen legt. Nun bin ich bereit dir eine Chance zu geben, Lieber Winter. Denn ich habe all die Schönheit erkannt, all die Zauberhaftigkeit, die du in dir trägst. Vielleicht ist deine Chance genauso gut auch meine Chance. Eine Chance, die mir durch dich eröffnet wird. Doch dazu lieber Schnee, zaghaft, sanft und liebevoll. Zeig dich mir, aber nicht nur mir. Zeig dich in all deiner liebenswerten Art. Für ihn. Den Fotografen. Und für mich. Zwar weiß ich nicht viel über ihn, aber eines, das weiß ich. Er liebt dich. Von ganzem Herzen. Leider vergisst er nur allzuoft seine Liebe. Zeig ihm, was es heißt zu lieben. Zeig ihm, dass die Liebe das Größte ist. Und dass sie das ist, was uns am Leben hält. Bitte lieber Schnee. Zeig dich uns. Ihm und mir zusammen! Denn ich hätte große Lust ihm einen Schneeball ins Gesicht zu donnern, aber es wäre auch einfach nur okay wenn du, lieber Schnee, mir eine Flocke leihen könntest. Eine glitzernde Schneeflocke welche sich müde in mein dunkles Haar legt, während der Fotograf seine Hand nach mir ausstreckt, und der Flocke, um sie sanft aus dem Haar zu lösen. Seine Finger berühren diesen kalten Stern aus Eis, dann plötzlich verschwindet er ins Nichts. Zurück bleibt ein Film winzigster Tropfen. Sein Finger berührt meine vollen Lippen und verteilt die feuchte Kälte. Meine Zunge möchte kosten von dem Schnee und von ihm, besonders das. Kosten wie die Liebe schmeckt, die er empfinden kann. Lieber Winter, Lieber Schnee, das wäre so schön! 
    

© Netti 

Lieber Papa,

  

Auch wenn ich nicht immer bei dir sein kann, denke ich jeden Tag an dich. Wie geht es dir heute? Erzähl mir von dir, wenn du möchtest. Schreib mir was dir durch den Kopf geht, berichte mir von deinen Gedanken. Es wird dir gut tun. Erzähl mir von deinen Tagen, erzähl mir davon wenn dich der Bewohner wieder nervt, weil er so laut schreit. Und mal wieder Heimweh hat. Mach all deinen Ärger darüber Luft und schreib was immer du möchtest. Und nur wenn du möchtest. Wenn du das Bedürfnis hast mir etwas zu schreiben, dann mach das. Du sollst wissen, dass ich Briefe liebe, so wie ich dich liebe. Natürlich freue ich mich unendlich von dir zu lesen. Und dich zu sehen, immer wieder.

Ich denke immer an dich und hab dich sehr lieb.

Bis ganz bald, 

In Liebe deine Tochter.

© Netti